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Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Wir freuen uns, Ihnen heute die 100. Ausgabe der Ortsblende vorlegen zu können. Seit der ersten Ausgabe 1972 sind damit jährlich 3 - 4 Ausgaben unseres Informationsblattes erschienen.

Versetzen Sie sich kurz zurück in die Zeit der ersten Ausgabe: Willy Brandt war Bundeskanzler, der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz hieß Helmut Kohl. Gladbach war gerade in die "Große Stadt Neuwied" eingemeindet worden und hatte seine Unabhängigkeit verloren. Viele Projekte, die Johannes Nick (CDU) als letzter Bürgermeister der Gemeinde noch begonnen hatte, sollten weitergeführt werden. Dabei standen statt 15 Gemeinderatsmitgliedern jetzt nur noch 2 Stadtratsmitglieder zur Umsetzung zur Verfügung. Es war die Frage, ob es den Gladbachern gelingen würde, trotz der Eingemeindung eine eigene Identität zu bewahren.

Als sich die CDU Gladbach in dieser Zeit entschloss, ein eigenes Blatt herauszubringen, ging es dabei nicht in erster Linie um Eigenwerbung. Die Bürger sollten auch über die Politik informiert sein, obwohl diese jetzt "weiter weg" in Neuwied gemacht wurde. Ein wichtiges Anliegen waren auch die örtlichen Vereine, die bis heute eine bedeutende Funktion im öffentlichen Leben haben. Sie sollten durch öffentliche Berichte und Informationen in ihrer Arbeit unterstützt werden.

Daran hat sich seitdem wenig geändert. Zwar wurden Layout und Druckverfahren einige Male erneuert und modernisiert. Mandatsträger und Redakteure haben gewechselt, und in Gladbach gibt es mit dem Ortsvorsteher und dem Ortsbeirat wieder eine politische Vertretung, für die wir uns von Anfang an eingesetzt hatten. Inzwischen nutzt die Ortsblende auch die elektronische Plattform des Internet mit einer eigenen Online-Ausgabe unter www.ortsblende.de. Die inhaltlichen Schwerpunkte unserer Arbeit sind aber weitgehend gleichgeblieben.

Wir danken allen, die das ermöglicht haben: Den Verteilern, die die Ortsblende in alle Haushalte bringen, den Spendern, die unsere Arbeit finanziert haben und finanzieren, allen Redakteuren, Autoren und Leserbriefschreibern, denen, die die Ortsblende gedruckt und denen, die die Druckmaschinen instand gehalten haben sowie allen, die uns mit konstruktiver Kritik begleitet haben. Wir danken auch Ihnen als Lesern für Ihr Interesse an der Ortsblende und versichern: Wir werden Sie auch weiterhin über das Geschehen in Gladbach auf dem Laufenden halten!

         Ihre CDU Gladbach


Kurz notiert

Offener Jugendtreff in Gladbach?

Der Jugendbeirat und das Jugendamt laden alle Kinder und Jugendlichen aus Gladbach zu einer "Jugendkonferenz" ein. Diese findet Anfang November im neuen Pfarrheim statt. Dabei soll herausgefunden werden, ob Interesse und Bedarf für einen offenen Jugendtreff in Gladbach besteht und wie ein solcher Treff aussehen könnte. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

Weihnachtsmarkt am 8. Dezember

Auch in diesem Jahr findet wieder der beliebte Weihnachtsmarkt auf dem Kirmesplatz statt. Vereine, die noch teilnehmen möchten, können sich kurzfristig bei Frau Guting-Blum (Tel. 49 760) anmelden. Als Standgebühr werden 10 DM pro Meter erhoben. Wir hoffen auf gutes Wetter und eine stimmungsvolle Gestaltung.

Neue Bänke an der Bushaltestelle

Die Stadt hat vor kurzem an der Bushaltestelle gegenüber der Marienkirche mehrere neue Bänke mit Rückenlehnen aufgestellt. Es kann jetzt nicht mehr passieren, dass Autofahrer von den Parkplätzen auf dem Kirmesplatz versehentlich zur Bushaltebucht hinausfahren und dabei an dem hohen Bordstein ihr Auto beschädigen. Auch für die wartenden Fahrgäste bedeutet dies eine Verbesserung ihrer Sicherheit. Ein Dankeschön an die Stadt für die rasche Umsetzung, die Stadtratsmitglied Matthias Maxein so mit der Verwaltung abgesprochen hatte.


Heute wie damals ...

(Aus Ortsblende Nr. 28 - Januar 1978)


Lebensmittelgeschäft in Gladbach?

Seitdem mit dem Sparmarkt das letzte allgemeine Lebensmittelgeschäft geschlossen hat, ist die Frage ein Dauerbrenner: Wie könnnen wir die Nahversorgung in Gladbach wieder verbessern?

Es gibt bis heute Diskussionen über die Ursachen der Schließungen. Neben vielen weiteren Gründen spielt das Verbraucherverhalten hier sicher eine wichtige Rolle: Wer immer nur das - schon fast sprichwörtliche - vergessene Päckchen Salz in Gladbach einkauft, braucht sich über sterbende Geschäfte nicht zu wundern.

Besonders ältere Menschen sind auf eine wohnortnahe Versorgung angewiesen. Geschäfte in unmittelbarer Nähe erhalten die Selbstständigkeit. Sie sind auch Orte der Begegnung: Hier trifft man andere Leute und kommt ins Gespräch. Oft spart man die Fahrt mit dem Auto - und damit auch wieder Sprit und Zeit - wenn man die Einkaufsmöglichkeiten in Gladbach zu Fuß nutzt. Und in vielen Fällen sind die Preisunterschiede bei genauem Hinsehen nur im Pfennigbereich. Daher unser Appell: Nutzen Sie die noch vorhandenen Einkaufs- und Dienstleistungsmöglichkeiten in Gladbach - nur so können diese weiter bestehen bleiben!

Sicher keinen Beitrag zu einem neuen Geschäft in Gladbach haben Ratsmitglieder geleistet, die die Genehmigung eines Großmarktes am Ortsausgang von Heimbach durchsetzten: Wegen der nahen Konkurrenz haben sich die Chancen deutlich verringert, in Gladbach wieder ein Geschäft anzusiedeln. Für die Gladbacher Bevölkerung bringt dieser neue Markt keine Vorteile: Er ist wieder nur mit dem Auto zu erreichen. Übrigens hat auch das Gladbacher SPD-Stadtratsmitglied Wilberg im Rat für die Genehmigung dieses Großmarktes gestimmt.

Im Gegensatz dazu hat Matthias Maxein sich im Rat nachdrücklich gegen den Markt bei Heimbach ausgesprochen. Seit der Schließung des Sparmarktes hat er mit anderen Gladbachern nach Lösungswegen gesucht und mit möglichen Betreibern und Handelsketten verhandelt. Es sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, und die CDU arbeitet weiter an neuen Lösungen.

CDU Gladbach für JULEICA-Vergünstigungen

Die CDU Gladbach hat sich in einer Vorstandssitzung mit dem Thema JULEICA beschäftigt. Die JULEICA ( Jugend leiter card) ist ein neuer, bundesweit einheitlicher Ausweis für Jugendleiter. Mit seiner Einführung werden die Anforderungen an die Ausbildung der Gruppenleiter erhöht: Die Karte erhält nur, wer eine mindestens 40stündige Schulung und die ehrenamtliche Tätigkeit in der Jugendarbeit nachweist.

Um das große ehrenamtliche Engagement anzuerkennen, haben viele Länder und Kommunen Vergünstigungen für die Inhaber der JuLeiCa geschaffen. Auf Initiative der kirchlichen Jugendverbände will sich der Stadtrat dafür einsetzen, dass solche Möglichkeiten auch in Neuwied geschaffen werden. Dies bezieht sich nicht nur auf städtische Einrichtungen und Veranstaltungen. Auch private Unternehmen haben ihre Beteiligung angekündigt und wollen den Jugendleitern z.B. Preisnachlässe gewähren.

Stadtratsmitglied Matthias Maxein (CDU) dankte dem zuständigen Dezernenten Bernhard zur Hausen, dass er diese wichtige Anregung sofort aufgegriffen und sich im Rat dafür eingesetzt hat.
Auch in Gladbach wird mit der ehrenamtlichen Jugendarbeit in den Vereinen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllt. Für diese Arbeit möchte die Gladbacher CDU allen in diesem Bereich ehrenamtlich Engagierten danken. Sie begrüßt und unterstützt die geplanten Vergünstigungen. Diese sind eine - im Verhältnis kleine - Anerkennung der unbezahlbaren Arbeit, die Tag für Tag geleistet wird.


Gladbacher Ortsbeirat ins Amt eingeführt

Am 4. September hat sich der Gladbacher Ortsbeirat konstituiert. Beigeordneter Moritz eröffnete die Sitzung im alten Gemeindehaus. Zunächst wurden die Mitglieder des Ortsbeirates verpflichtet. Ortsvorsteher Matthias Maxein erhielt die Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten und wurde so in sein Amt eingeführt. Dann wählte das Gremium einstimmig Georg Kern und Regina Blum zu stellvertretenden Ortsvorstehern.

Von links nach rechts: Arno Jacobi (Mitglied des Ortsbeirates); Matthias Maxein (Ortsvorsteher); Regina Blum (2. stellv. Ortsvorsteherin); Marcus Hansmann (Mitglied des Ortsbeirates); Georg Kern (1. stellv. Ortsvorsteher); Johann Harder (Mitglied des Ortsbeirates); Anke Otterbach-Grosch (Mitglied des Ortsbeirates) sowie Beigeordneter Moritz. Foto: Christian Scheidgen

Die Stellvertreter wurden ebenfalls zu Ehrenbeamten ernannt. In seiner Antrittsrede dankte Matthias Maxein den Wählern, aber auch allen Kandidaten: "Dennoch möchte ich gerade den Nicht-Gewählten für ihre Bereitschaft danken und ihnen sagen, bleibt weiter an dem kommunalpolitischen Geschehen interessiert." Die ganze Rede und Fotos von der Sitzung im Internet unter www.ortsblende.de !

Erste Arbeitssitzung des Ortsbeirates

Am Mittwoch, dem 24. Oktober, 19 Uhr, tritt der Ortsbeirat zu seiner ersten Arbeitssitzung zusammen. Sie findet wieder in den Räumen des alten Gemeindehauses (Altentagesstätte AWO) statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Themen:

  • Bebauungsplan südlich der Rommersdorfer Straße
  • planerisches Konzept für den Innerortsbereich
  • Maßnahmen zur Verkehrslenkung, -sicherung und Verschönerung im Innerortsbereich
  • Vorbereitung eines Bürgergesprächs
  • Mitteilungen des Ortsvorstehers

    Die Sitzung ist öffentlich, und es wäre schön, wenn viele Gladbacher daran teilnehmen könnten. Zu Beginn der Sitzung ist eine Einwohnerfragestunde vorgesehen. Dabei dürfen allerdings keine Fragen zu Themen gestellt werden, die auf der Tagesordnung stehen.

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